März 5

Ängste beim Hund

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Katharina Hanke

Angst beim Hund ignorieren?

Wenn der Beschützer versagt und der Hund sich missverstanden fühlt. Jeder kennt solche Aussagen: Wenn ein Hund Angst zeigt, sich erschrocken oder wehgetan hat, solle man möglichst nicht zum Hund schauen, ihn bloß nicht streicheln und sich am besten von ihm abwenden – sonst könne man dessen Angst belohnen und verstärken.

Einen Hund, welcher Angst hat gänzlich zu ignorieren, hat jedoch zur Folge, dass dieser sich missverstanden und hilflos fühlen kann. »Ein Hund als soziales Wesen braucht positive emotionale Zuwendung, (auch) wenn er Angst zeigt« (Hagemann/Laser 2013: 40). Doch kann diese wirklich die Angst noch schlimmer machen? Ein ruhiger Zuspruch, eine freundliche Zuwendung oder eine zärtliche Berührung – all diese Maßnahmen klingen doch alles andere als Angst einflößend. Und auch die Sache mit dem Verstärken hat einen Haken: Zum einen haben wir es hier mit einer Emotion und nicht mit einem Verhalten zu tun. Zum anderen sind Hunde, welche sich im besonders hohen Angst- bzw. Stresslevel befinden, teilweise nicht einmal mehr in der Lage, Futter anzunehmen. Wie kann Zuwendung in einer solchen Situation bestärkend wirken, wenn selbst Futter dies nicht schafft? Neurobiologisch scheint es demzufolge nicht möglich zu sein, Angst mit etwas für den Hund Angenehmen zu verstärken. Hingegen geben wir durch das Ignorieren und Wegschicken des Hilfe suchenden Hundes einen weiteren negativen Reiz zu einer ohnehin schon negativen Emotion hinzu. Wir machen das Unangenehme schlichtweg noch unangenehmer. Erscheint es vor diesem Hintergrund nicht naheliegender, Angst mit etwas für den Hund Schönen und Angenehmen zu verbinden? Durch Streicheln sinkt zwar nicht der Cortisol-Spiegel und damit das Stressniveau, dafür steigt aber die Ausschüttung vom »Entspannungshormon« Oxytocin.

Kurzum: Wir können etwas tun, damit der Hund sich in Momenten des Unwohlseins etwas wohler fühlt.

In für ihn schwierigen Situationen für den Hund da zu sein, wirkt sich auch positiv auf sein Vertrauen zu uns aus. Fühlt der Hund sich bei uns sicher und gut aufgehoben, muss er weniger selbst aktiv werden. Das erleichtert uns den Mensch-Hund-Alltag ungemein. Spätestens die Erkenntnis, dass es sich bei der »Die-klären-das-unter-sich-Theorie« um einen Mythos handelt, sollte uns hier die Augen geöffnet haben: Immer wieder ertönt unter Hundehaltern der Wunsch, ein so genannter Rudelführer zu sein. Und was machen viele »Rudelführer« in einer für den Hund brenzlichen Situation? Genau. Sie ziehen den Schwanz ein, schicken ihn allein hindurch und sind dann mal kurz kein »Rudelführer« mehr. „Die klären das schon unter sich“, heißt es dann oft. Wenn wir im Anschluss an die heikle Situation den Rudelführer-Anspruch zurück erlangen, hat unsere Souveränität jedoch einen Dämpfer erlitten. In unserem Job als »Rudelführer« haben wir in den Augen des Hundes versagt oder zumindest ordentlich an Coolness verloren. Schauen wir uns dazu folgendes Beispiel an: Bei einem Zusammentreffen mehrerer Hundehalter lassen diese ihre Hunde frei laufen. Einer der Hunde zeigt durch seine Körperhaltung und den Versuch des Rückzugs deutlich, dass er den Kontakt als unangenehm empfindet. Er macht sich, als er von den anderen Hunden bedrängt wird, beim Besitzer durch Verstecken hinter den Beinen und anschließendem Hochspringen am Hosenbein bemerkbar. Dieser geht nicht weiter auf das Verhalten seines Hundes ein, reagiert mit einem »geh schön spielen« oder sanktioniert den Hund gar noch für das Springen. Auch die anderen Halter greifen nicht ein und fordern ihre Hunde nicht zur Zurückhaltung auf. Der in die Enge getriebene Hund kommt mit seinem Halter immer wieder in solche Situationen. Die Folge kann sein, dass er bei Hundebegegnungen

beginnt reaktives Verhalten zu zeigen, um bereits im Vorfeld auszustrahlen: »Komm lieber gar nicht erst näher«. Der Hund hat hier gelernt, dass er nicht auf Sicherheit durch den Menschen zählen kann und die Sache selbst in die Hand nehmen muss. Hier hätte der Mensch eingreifen und für den Hund da sein müssen. Dem Hund zu verdeutlichen, dass er bei uns sicher ist, er sich immer auf uns verlassen kann und bei uns Schutz findet – das ist ein Schlüssel zur vertrauensvollen Mensch-Hund-Beziehung und Grundlage für ein gelassenes, souveränes Hundedasein. Führung bedeutet auch Verantwortung übernehmen und den Hund, wenn es die Situation erfordert, zu beschützen – ob bei bedrohlichen Hundebegegnungen oder wenn es eben einfach »nur« die Angst vor Gewitter ist.

Würden wir das gleiche Verhalten - Ignorieren von Angst und Unwohlsein - bei einem Menschen (z.B. bei einem verängstigten Kind) anwenden, würden wir vielleicht sogar als »asozial« abgestempelt werden. Beim Hund ist das nichts anderes: Ist es nicht unsozial, unfair und unverständlich, wenn der Hund beim Menschen keinen Schutz bekommt, obwohl er diesen doch sucht? Er wird auf diese Art und Weise in einer unangenehmen Emotion nicht wahr- und ernstgenommen und hat keine Chance zu lernen, wie er anders reagieren könnte. Wir erarbeiten mit ihm kein Alternativverhalten, keine Ausweichmöglichkeit, keinen Ausweg. Anstatt seine Angst anzugehen, versuchen wir diese (weg) zu ignorieren. Dem Hund ist damit nicht geholfen. Im Gegenteil: Umso länger wir die Angst ignorieren, desto schlimmer kann sie werden und sich ausweiten. Ein Verhalten verschwindet nicht einfach so, sondern sollte durch ein Alternativverhalten ersetzt und abgelöst werden. Angst beim Hund ist demnach etwas, dem wir Beachtung schenken sollten:

 

Ein ängstlicher Hund braucht Hilfe, indem wir auf seine Angst eingehen und ihm ein Training anbieten, durch welches er mit seiner Emotion alternativ umzugehen lernt.

In für den Hund bedrohlichen Momenten, sollten Sie daher darauf achten, wie stark die Angst in der jeweiligen Situation gerade ist. Beobachten Sie Ihren Hund. Reichen vielleicht ein paar zusprechende Worte und die Aufforderung weiter zu gehen? Oder benötigt der Hund Zuwendung in Form konditionierter oder direkter Entspannung? Kann er noch nach ausgestreutem Futter suchen? Oder reagiert er gar nicht mehr auf Ansprache und nimmt kein Futter mehr an? Benötigt er dann eher das Angebot eines Rückzugs (-ortes)? Wie auch immer – schauen Sie, was die Situation erfordert, wozu Ihr Hund noch in der Lage ist und was ihm jetzt gerade am meisten helfen würde. Es kann sein, dass der gestresste und geängstigte Hund zwar kein Futter mehr aus der Hand annimmt, aber eine Leckerchengabe in Form der Futtersuche noch bei ihm ankommt. Häufig erfolgt die Futteraufnahme hierbei anfangs nur in Form einer Übersprungshandlung, der Hund könnte aber nach dem ersten Erfolg im »Schnüffelmodus« verbleiben und diese Beschäftigung zu seiner Entspannung beitragen. Andere Hunde bekommen wir vielleicht in einen »Arbeitsmodus« versetzt. Hier können beliebte Übungen, welche für den Hund belohnend wirken helfen, die Zeit der Angst zu überstehen. Ist der Hund zu all dem nicht mehr in der Lage, ist auch das Markern (Benutzen des Markersignals oder des Clickers) in die Momente der Angst hinein, sprich: ein Markern von angsteinflößenden Reizauslösern, möglich. Und wieder: Nein, damit markieren und verstärken wir nicht die Angst an sich. Wir fügen nur etwas schon unzählige Male positiv Konditioniertes (hier: das Markersignal) hinzu und machen eine unangenehme Situation etwas besser.

Es geht bei allen Hilfsangeboten jedoch nicht darum, um den Hund zu buhlen, wenn dieser nicht will. Zieht beispielsweise ein ängstlicher Hund bei uns ein, um welchen ständig mit ausgestreckter Hand und Ansprache gerungen wird, kann dies für ihn bedrohlich wirken und die Angst tatsächlich stärker werden lassen. Wichtig ist daher, dass der Hund nichts von all dem gut Gemeinten als Bedrohung empfindet.

Die Art der menschlichen Zuwendung soll in Momenten der Angst für den Hund ausschließlich angenehm sein.

Dazu ein weiteres Beispiel aus der Praxis: Ich bin mit meinem Hund und einer Bekannten im Wald unterwegs. Uns kommt eine Joggerin entgegen, welche ihren Hund anleint. Ich tue daraufhin mit meinem Hund dasselbe. Mir fällt auf, dass sich der nähernde Hund unwohl fühlt und seinen Schritt gerne verlangsamen würde. Um den Hunden auf dem relativ engen Weg keine Frontalbegegnung (für Hunde unfreundlich bis bedrohlich) zuzumuten, gehe ich so weit wie möglich an den Wegesrand. Ich fordere den Blick meines Hundes ein, um ihn vom anderen Hund abzuwenden und diesen in Ruhe passieren zu lassen. Die Frau wird beim näher kommen sichtlich angespannter – so, als würde sie nur auf eine Reaktion ihres Hundes warten. Begleitet wird ihre Anspannung von drohenden Worten wie »wag es nicht«. Da die Frau die Signale ihres Hundes nicht wahrnimmt, geht dieser in der Kommunikationsleiter weiter und stemmt sich schließlich, begleitet von lautstarkem Bellen, in die Leine. Die Halterin bleibt stehen und bestraft ihren Hund dafür, indem sie sich über ihn beugt, ihn anschreit und ins Halsband greift. In unsere Richtung ertönt ein entschuldigendes Statement: »Die reagiert nur so, weil sie Angst hat.« Der Hund hat also Angst und ich schimpfe mit ihm? Das müsste doch allein moralisch gesehen ein No-Go sein. Schauen wir uns die Situation einmal genauer an: Der passierende Hund hat Angst vor anderen Hunden – vielleicht weil er schlechte Erfahrungen gemacht hat, vielleicht weil er nie ein richtiges Sozialverhalten erlernen durfte oder warum auch immer. Fakt ist, dass seine Halterin die anderen Hunde in den Momenten, in denen sie selbst aggressives Verhalten folgen lässt, noch bedrohlicher erscheinen lässt. Für den Hund heißt das schlichtweg: »Immer wenn ich einem Hund begegne, passiert etwas Schlimmes.« Das macht das Aufeinandertreffen mit anderen Hunden noch Angst einflößender. Sinnbildlich können wir uns dies folgendermaßen vorstellen:

Reiz »fremder böser Hund« + Reiz »Aggression des Halters« = anderer Hund erscheint noch böser = Reaktion des Hundes wird noch stärker.

Um Unsicherheiten zu bearbeiten, sollte der Hund im Training schrittweise an den Angst auslösenden Reiz herangeführt werden. Ziel sollte es sein, den Reiz mit etwas für den Hund Positiven zu verknüpfen. Das »Monster« wird durch uns und unser positives Hinzufügen zu einem kleineren »Monster« und schrumpft immer weiter, umso häufiger und intensiver wir vermitteln, dass in seiner Gegenwart etwas Tolles passiert. Dies ist besonders gut möglich durch die Nutzung eines positiv aufgeladenen Markersignals. Ein ruhiger Blick zum Angst auslösenden Reiz lassen Markerwort und Belohnung folgen. Hier profitieren wir insbesondere von der klassischen Konditionierung: Der Hund lernt »Monster = toll«, indem er immer etwas Angenehmes erlebt, wenn er mit dem Reiz in Kontakt kommt. Ziel ist hier eine so genannte Gegenkonditionierung. Ebenso können Strategien der konditionierten Entspannung genutzt werden, um den Hund durch ein Entspannungswort hinsichtlich seines Erregungslevels hinunterzufahren. Auf diese Weise kann der Hund den Aufbau von Strategien und Alternativverhalten erlernen – mit dem Menschen an seiner Seite, welcher Angst besetzte Situationen positiv erscheinen lässt und mit ihm nach und nach bewältigt.

Der schönste Nebeneffekt: Als Halter kann ich meine Rolle als Beschützer weiter festigen und die Mensch-Hund-Beziehung stärken. Eine Situation wirkt insgesamt entspannter, wenn der Beschützer möglichst ruhig bleibt. Auch wenn ihn diese möglicherweise selbst gerade verunsichert. Angst, Panik und Hysterie können sich auf andere Menschen und auch Hunde übertragen. Glücklicherweise besitzen wir die Fähigkeit, unserem Hund etwas vorzuspielen – nämlich unsere eigene innere Ruhe. Tief durchzuatmen und so die eigene Atmung und Aufregung zu kontrollieren hilft uns dabei, für den Hund den so wichtigen Sicherheitspool darzustellen.

Sylvester und die Angst vor Böllern!

Probieren Sie es beim nahenden Silvesterfest doch einmal aus: Anstatt den geängstigten Hund möglicherweise zu ignorieren, bieten Sie ihm schöne und angenehme Dinge an. Machen Sie mit ihm und für ihn alles, was ihm gut tut und ihn in seiner Angst entlastet. Während es draußen Funken regnet, regnet es drinnen Leckerchen, das Lieblingsspielzeug wird herausgeholt, der Hund darf seine Lieblingstricks vorführen. Wenn der Hund für all diese Angebote nicht mehr empfänglich ist, darf auch der Lieblingsort (z.B. im Bett von Frauchen oder Herrchen) aufgesucht werden. Sucht ihr Hund stattdessen Nähe und Körperkontakt – seien Sie auf diese Weise für ihn da und werden Sie zu seinem Fels in der Brandung. An diesem Abend darf der Vierbeiner ausnahmsweise einmal Prinzessin oder Prinz sein. Haben Sie nur keine Angst davor, seine Angst durch Zuwendung zu verstärken…

Ihre Katharina Hanke von der Hundeschule LanDOG

Literatur: Hagemann, Wibke/Laser, Birgit (2013): Leben will gelernt sein. So helfen Sie Ihrem Hund, Versäumtes wettzumachen.

Quelle: dognet.de

Wie wahr, hätte ich das doch nur gewusst, bevor ich mit meinem Hund etliche ungeeignete Trainer bzw Hundeschulen aufgesucht habe. Beim ersten, der blöde Spruch, da muss er durch. Beim zweiten wurde mir gesagt, ich müsse meinen Hund auch mal anschreien, weil er sonst nicht horcht. Die dritte Hundeschule eines bekannten deutschen vermeintlichen Hundeverstehers, sagte mir glatt, mein Hund wäre Aggressionsstufe 4 auf 6 möglichen, weil er es witzig fand, dass ich unvermittelt joggen sollte, was er von mir nicht kannte und er sprang seitlich neben mir her (er war zu dem Zeitpunkt ca 8 Monate alt). Die vierte wollte ihm das an der Leine gehen, mit einem Klatschen der Leine über dem Rücken beibringen, was zur Folge hatte, dass der Hund in sich zusammensackte und Angst hatte. Nach den Erlebnissen, habe ich beschlossen, das schaffe ich auch allein, ohne Hundeschule. Und siehe da, mein Hund läuft inzwischen an lockerer Leine, oder auch sehr gerne an der Schleppleine, die ich auf dem Boden schleifen lasse. So bleibe ich aufmerksamer und der Hund hat genügend Freiraum. Ich bin einfach immer nur ruhig und konsequent geblieben und wenn etwas mal nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorgestellt habe, bin ich in mich gegangen und habe mich gefragt, hat der Hund überhaupt verstanden was ich von ihm wollte.

 

Ich kann jedem die Tierkommunikation empfehlen, denn der Hund fühlt schon vor uns, wie es uns geht und spiegelt dies oft wieder. Mein Hund zeigt leicht autistische Züge, wenn wir eine bestimmte Strecke gehen und vor vier Tagen, lag der Misthaufen oder etc nicht da, geht er ins einfrieren und versucht zu fliehen. Wenn er merkt, ich will dort vorbei, geht er in den Angriffsmodus. Ich rede ihm sanft zu, lasse auch zu, dass er zurückbleibt und spätestens, wenn ich den Gegenstand berühre, kommt er neugierig an und zeigt Mut. Bei Hunden, denen er nicht über den Weg traut (man lernt seinen Hund zu lesen), gebe ich ihm genügend Abstand zu anderen Hunden. Ich bitte mittlerweile aus der Ferne bei unangeleinten Hunden auch darum, sie mögen ihren Hund an die Leine nehmen. Wenn meine Bitte nicht fruchtet, hat mein Hund plötzlich Zwingerhusten oder unerklärlichen Durchfall, der ansteckend sein könnte, das klappt immer :-).

Aktuelle Beiträge
  • Sehr geehrte Frau Brunner, meine beiden Chihuahuas mögen Ihr Futter nach wie vor mit wachsender Begeisterung! Auch ein dickes Lob von Frauchen und Herrchen für das beste Barffutter. Es ist stets frisch, mit sehr viel Liebe hergestellt und verpackt. Bisher haben unsere Chihuahuas schon nach ca. 6 Wochen das Futter abgelehnt, aber bei diesem Barffutter sind die Schüsseln kaum gefüllt, sind sie auch schon wieder leer. Wir sind mehr als glücklich, endlich das passende Futter für unsere Beiden gefunden zu haben. Wir sagen DANKE!!! Ich habe heute wieder Nachschub bestellt! Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit und senden ganz liebe Grüße von Herrchen und Frauchen sowie von Benny und Kyra
  • Machen Zecken Hunde heute häufiger krank? Nach wie vor werden Zecken übertragene Erkrankungen in ihrer Häufigkeit und Bedeutung als Hundekrankheit unterschätzt . Dabei entsteht oft der falsche Eindruck, dass es diese gesundheitlichen Gefahren früher überhaupt nicht gab. Das ist nicht der Fall! Das angewachsene Wissen über Erreger-Vorkommen, verbesserte Diagnoseverfahren und eine allgemein bessere Versorgungslage der Haustiere rücken diese Krankheiten allerdings stärker ins öffentliche Bewusstsein. Auf der anderen Seite sorgen Klimawandel, Mobilität und der Handel mit Haustieren tatsächlich für eine Ausbreitung anderer Zeckenarten – und damit auch Erreger. Grundsätzlich gilt: nicht jeder Zeckenstich bzw. Zeckenbiss macht krank. Zum einen muss die Zecke etwa 16 bis 24 Stunden Blut saugen , damit sie einige Keime übertragen kann. Zum anderen heißt es nicht automatisch, dass eine Krankheit ausbricht, wenn eine Zecke den Hund infiziert hat. Mediziner unterscheiden zwischen einer Infektion und einer klinisch feststellbaren Krankheit. Das heißt: Von den Hunden, die mit einem Erreger in Kontakt kommen und dadurch spezifische Abwehrstoffe (Antikörper) bilden, erkrankt nur ein Teil. Warum bei einigen Hunden eine Infektion symptomlos verläuft, andere wiederum schwer erkranken , ist nicht geklärt. Lediglich die Symptome sollten eine Behandlung veranlassen. Wie häufig die Krankheiten im Einzelnen sind, kann nur geschätzt werden, da es beim Hund keine Meldepflicht gibt – anders als z.B. für die FSME beim Menschen. Die Borreliose – eine häufige und schleichende Hundekrankheit In nördlichen Breiten ist die Borreliose bzw. Lyme-Borreliose die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit beim Hund. Sie wird durch spiralförmige Bakterien ausgelöst – den Borrelien. Im Durchschnitt trägt etwa jede dritte Zecke Borreliose-Bakterien in sich und das flächendeckend überall da, wo Zecken vorkommen. Gebietsweise schwankt dieser Wert zwischen fünf und 50 Prozent, so dass die Gefahr lokal sehr unterschiedlich sein kann. Je nach Region haben entsprechend fünf bis 20 Prozent aller Hunde in Deutschland Abwehrstoffe gegen Borrelien im Blut. Das bedeutet, sie sind bereits durch eine Zecke mit den Bakterien infiziert worden. Früher ging man davon aus, dass etwa fünf Prozent der infizierten Tiere Krankheitssymptome entwickeln. Inzwischen weiß man durch verschiedene Studien, dass deutlich mehr Hunde zumindest zeitweise Symptome aufweisen – Schätzungen zufolge bis zu ein Drittel der Infizierten. Damit ist die Borreliose eine weit verbreitete Hundekrankheit. � �Borrelien sitzen im Darm der Zecke und werden nach etwa 16-24 Stunden in den Körper gespült. Wie bei anderen Krankheitserregern gibt es bei der Borreliose verschiedene Unterarten, von denen nicht alle dem Hund gefährlich werden können. Die wichtigsten Vertreter sind Borrelia burgdorferi sensu stricto , Borrelia afzelii und Borrelia garinii . Gegen diese drei ist ein Impfschutz beim Hund möglich . Die Borrelien sitzen im Darm der Zecke. Strömt Blut ein, durchdringen sie die Darmwand und wandern in die Speicheldrüse, von wo aus sie an den Hund abgegeben werden. Dieser Prozess dauert 16-24 Stunden. Nach dem Zeckenstich breiten sich die Bakterien allmählich über den Blutkreislauf im Körper des Hundes aus und können vor allem die Gelenke, in einzelnen Fällen auch Organe und das Nervensystem befallen . Das Immunsystem reagiert im Vergleich zu anderen bakteriellen Erkrankungen spät auf die eindringenden Borrelien. Meist treten erste unspezifische Symptome erst 4-6 Wochen nach dem Zeckenstich auf. Der betroffene Hund ist dann matt, appetitlos und hat Fieber bis 40,5°C. Beim Menschen bildet sich zwar in 90 Prozent der Fälle um die Einstichstelle die typische, sich ringförmig ausbreitende Hautrötung (Wanderröte). Dieses eindeutige Symptom fehlt beim Hund in der Regel oder ist durch das Fell verdeckt. Deshalb wird die Erkrankung oft erst in einer späteren Phase erkannt . Bei einigen Hunden gelingt es dem Immunsystem nicht, den Erreger ganz zu beseitigen, so dass ein zweiter Krankheitsschub – nach Wochen bis Monaten – schmerzhafte Entzündungen der Gelenke mit sich bringt. Meist sind verschiedene Gelenke wechselnd betroffen, vor allem die Gelenke an den Vorder- und Hinterbeinen. Typisches Symptom: der Hund lahmt , vor allem nach dem Aufstehen. Weitere Symptome sind Fieberschübe, Appetitlosigkeit und Muskelschmerzen. In einzelnen Fällen wurden Schädigungen des Herzens und der Nieren bis zum tödlichen Nierenversagen beobachtet. Von Letzterem sind insbesondere Berner Sennenhunde und Golden Retriever betroffen. Eine Therapie sollte so früh wie möglich einsetzen . Wer entsprechende Symptome an seinem Hund feststellt, kann beim Tierarzt einen Schnelltest veranlassen. Neuere, so genannte C6-Antikörpertests unterscheiden zwischen einer akuten Infektion und einem Antikörperspiegel durch eine Impfung. Bestätigt sich der Verdacht, wird dem kranken Hund in der Regel über vier Wochen ein geeignetes Antibiotikum verabreicht . Verläuft die Krankheit schleichend oder ist schon weiter fortgeschritten, ist die Behandlung jedoch nicht immer erfolgreich. Spätschäden und chronisch wiederkehrende Beschwerden sind möglich. Deshalb rät die Ständige Impfkommission für Tiermedizin (StIKo Vet.) dazu, Zecken zeitnah zu entfernen , Zeckenschutzmittel einzusetzen , und gefährdete Hunde gegen Borreliose impfen zu lassen . Quelle:Parasitenportal.de
  • Die Hundefutter-Menüs von Frau Brunner waren DAS Beste für meine 2 PRT. Wir wurden durch eine Heilpraktikerin auf Frau Brunner aufmerksam. Sie empfahl uns Frau Brunners Futter. Die wie wir einen kranken Hund hatte und das Futter damals anfing für ihren selbst herzustellen. Die juckende Haut durch "die Ernährung für faule" bei unserem Hund Henry beruhigte sich und somit seine Verstoffwechslung und Verdauung. Ich, als nicht Eier-, Milch- und fleischfressendes Wesen war damit einverstanden, weil ich hier genau nachvollziehen konnte, was Frau Brunner verarbeitete, was für meine 2 Lieblinge wichtig war. Oft dachte ich, das die Ernährung meiner Vierbeiner besser ist, als meine eigene. Mein Henry wurde stolze 16,5 Jahre, meine Belissa 16. Mit freundlichen Grüßen Jutta Jesse per email

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Auch wenn es so lecker aussieht, ist es nicht für uns Menschen zum Verzehr geeignet.